Verhext gut: Erholsame Tage im Harz

    Harz - Blick auf Seilbahn und ThaleIm eher flachen Norden Deutschlands erhebt sich der Harz als Mittelgebirge überraschend und eindrucksvoll. Die höchsten Gebirgskämme Nord-deutschlands verbinden die Ränder der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. So bietet der Harz ähnliche Höhenerlebnisse wie das Erzgebirge ganz im Osten Deutschlands.

    Der 1141 m hohe Brocken im Harz, bekannt als Wohnort verwegener Hexen, ist fast so hoch wie der höchste Berg Ostdeutschlands, der Fichtelberg im Erzgebirge (1215 m). Von Seesen im Westen bis zur beschaulichen Lutherstadt Eisleben im Osten erstreckt sich der Harz. Rund um die niedersächsischen Städte Goslar und Osterode liegt der nördliche Oberharz mit Erhebungen über 1000 m. Der Unterharz, südwestlich von Wernigerode, Braunlage und Bad Lauterberg, zieht sich auf gemäßigten Höhenlagen von circa 400 m durch das Gebiet von Sachsen-Anhalt und den Landkreis Nordhausen in Thüringen.

    Im Kurzurlaub im Harz auf den Spuren weltberühmter Hexen

    Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe hat im „Faust“ die Hexen im Harz mit ihrem Flug vom Tanzplatz bei Thale zum Gipfel des Brockens verewigt. Auf den Blocksberg, wie der sagenumwobene Brocken umgangssprachlich heißt, freuen sich alle Kinder, die die kleine Hexe Bibi Blocksberg in ihr Herz geschlossen haben. Einen Erlebnistag für die ganze Familie beginnen Sie am besten mit einer Fahrt mit der Brockenbahn. Die historische Schmalspurbahn nahm ihren Betrieb bereits 1899 auf und fasziniert noch heute kleine und große Modellbauer.

    Mit dem Sessellift geht es hoch zum Hexentanzplatz auf der Roßtrappe bei Thale im Harz. Eine richtige Hexenführung ist unweit der Talstation des Lifts möglich. Im Bodetal wurden zwischen bizarren Felsen kunstvolle Figuren aus dem Reich der Zauberer, Hexen und Kobolde aufgestellt. Jeden Samstag tummeln sich hier auch „echte“ Hexen zur Unterhaltung der Besucher, die „Hexenküche“ stärkt die Gäste.

    Zwischen Wildnis und Wellness: Soviel Harz muss sein

    „Natur Natur sein lassen“ lautet das Motto des Nationalparks Harz rund um den majestätischen Brocken. Dichte Urwälder und dunstverhangene weite Hochmoore lassen jeden Wanderer staunen. Den imposanten Hirsch, König der Wälder, können Sie hier in seiner herbstlichen Brunftzeit überaus deutlich vernehmen. Besuchen Sie unbedingt auch das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus im gleichnamigen Ort Torfhaus. Mit vielen interaktiven Exponaten und dem Nationalpark-Kino erhalten Sie hier unterhaltsamen Einblick in die Welt der Wälder und Moore. Kinder lassen sich gerne von Boris Borkenkäfer erzählen, was im Harz vor sich geht…

    Mineralienreiche Thermen verwöhnen Sie im Harz mit weiteren Geschenken der Natur. In Bad Suderode können Sie im Calciumsolebad von einer der stärksten Calciumquellen Europas profitieren und sich von exquisiten Wellnessideen wie Klangaufgüssen verwöhnen lassen. Auch die Saunalandschaften der Kristalltherme „Heißer Brocken“ bieten Ihnen bei einer Kurzreise in den Harz nachhaltige Entspannung.

    Grünes Band und weiße Winter

    Im Harz erleben Sie rauschend-weiße Wintertage und wilde Sommerabenteuer. Mitten im Nationalpark Harz liegen die Wintersportorte Braunlage und Hohegeiß. Insbesondere Langläufer finden hier ideale Bedingungen auf Loipen in berückender Landschaft. Winterwanderungen durch die weiße Pracht sind ebenso ein herrliches Erlebnis. Nehmen Sie an einer geführten Fackelwanderung in Hohegeiß im Harz teil, diese erfrischende und romantische Urlaubserfahrung wird lange unvergesslich sein.

    Ein über 100 km langer Fernwanderweg schlängelt sich heute durch den Harz entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Der historischen „Todesstreifen“ des Kalten Kriegs ist dem „Grünen Band“ gewichen, einem länderübergreifenden Naturschutzgebiet mit einer besonders sehenswerten Etappe im Harz. Das „Grüne Band“ reicht in Deutschland von der Ostsee bis zur bayrisch-tschechischen Grenze südlich von Vogtland und Erzgebirge.